News aus dem Schweizer Detailhandel
Früher
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Vernehmlassung zu 16 Verordnungen im Lebensmittelrecht
Seit dem 13. Oktober 2026 läuft die Vernehmlassung zu Änderungen an 16 Verordnungen im Lebensmittelrecht. Sie endet am 27. Januar 2027. Vorgesehen sind neue Herkunftsangaben für Honigmischungen, ausgeweitete Bisphenolverbote für Lebensmittelkontaktmaterialien, strengere Stoffverbote für Spielwaren und Tests neuartiger Lebensmittel vor der Zulassung.
Quelle: Medienmitteilung Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)
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Versteigerung des Weinimportkontingents vorgeschlagen
Das WBF will das WTO-Zollkontingent für Wein im Agrarverordnungspaket 2027 zur Versteigerung vorschlagen. Die Vernehmlassung soll voraussichtlich im Januar 2027 beginnen. Zur Unterstützung des Schweizer Weinbaus sind zudem eine Verlängerung der Beiträge für freiwillige Rodungen sowie Massnahmen zur Stärkung der Absatzförderung und der Exporte vorgesehen.
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Lange Sommerhitze verzögert die Nachfrage nach Herbstsortimenten
Die anhaltende Sommerhitze verzögerte im September die Nachfrage nach Herbstbekleidung und Regenartikeln. Güter des täglichen Bedarfs blieben gefragt; Getränke, Glacé und Grilladen verzeichneten eine hohe Nachfrage. Die qualitative, nicht repräsentative Mitgliederumfrage der Swiss Retail Federation zeigt zudem höhere Preissensibilität und kleinere Warenkörbe. Der Verband fordert Erleichterungen bei Bewilligungen für längere Öffnungszeiten.
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Verband unterstützt neue Pflichten für ausländische Marktplätze
Die Swiss Retail Federation unterstützt in der Vernehmlassung neue Registrierungs- und Mitwirkungspflichten für ausländische Online-Marktplätze sowie die Pflicht, eine verantwortliche Person in der Schweiz zu benennen. Auch eine risikobasierte Aufsichtsabgabe auf Direktimporte befürwortet sie. Einen eigenen digitalen Produktepass für die Schweiz lehnt sie derzeit ab. Es handelt sich um Revisionsvorschläge.
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Bund will hängige Gesuche für Pflanzenschutzmittel abbauen
Der Bundesrat will die hängigen Zulassungsgesuche für Pflanzenschutzmittel bis 2032 vollständig abbauen. Rund 525 Gesuche sind noch offen. Dafür sollen zusätzliche Personalressourcen geschaffen, Verfahren stärker digitalisiert und Gesuchstellende besser über den Bearbeitungsstand informiert werden. Ab 2028 sind höhere Zulassungsgebühren zur Finanzierung der Massnahmen vorgesehen.
Quelle: Medienmitteilung Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)
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Neue Verpackungsverordnung bringt gestaffelte Pflichten
Die neue Schweizer Verpackungsverordnung tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und erfasst grundsätzlich alle Verpackungsmaterialien. Ab 2028 wird die vorgezogene Entsorgungsgebühr auf Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen aus Glas ausgeweitet. Verpackungsanforderungen folgen 2030, eine subsidiäre Rücknahmepflicht für Einwegverpackungen aus Kunststoff und Getränkekartons sowie Meldepflichten für Hersteller ab 2031.
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Detailhandelsverband lehnt AHV2030 und höhere Mehrwertsteuer ab
Die Swiss Retail Federation lehnt die Vernehmlassungsvorlage AHV2030 ab und empfiehlt für die Abstimmung vom 29. November ein Nein zur AHV-Zusatzfinanzierung über die Mehrwertsteuer. Der Verband fordert strukturelle Reformen statt höherer Mehrwertsteuer und Lohnbeiträge. Er verweist auf zusätzliche Kosten für den Detailhandel und einen Konsumrückgang.
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KI-Agenten sind für jeden zehnten Onlinehändler umsatzrelevant
Die am 9. September 2026 veröffentlichte FHNW-Onlinehändlerbefragung zeigt: Zehn Prozent der Befragten stufen Einkäufe über KI-Agenten als umsatzrelevant ein. Mehr als die Hälfte hält die Sichtbarkeit in generativen KI-Systemen für geschäftsrelevant. Knapp drei Viertel haben noch keine KI- oder Agentic-Commerce-Strategie. An der Studie nahmen 473 Onlineshop-Betreibende teil.
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Vernehmlassung zur künftigen Agrarpolitik ist eröffnet
Der Bundesrat hat am 2. September 2026 die Vernehmlassung zur Agrarpolitik ab 2030 eröffnet. Sie läuft bis zum 8. Dezember 2026. Vorgesehen sind unter anderem Zielvereinbarungen mit dem Detailhandel für mehr Nachhaltigkeit sowie zusätzliche Unterstützung für Milch und pflanzliche Kulturen zur direkten menschlichen Ernährung.
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Preis, Auswahl und Verfügbarkeit prägen Marktplatzkäufe
Das E-Commerce-Stimmungsbarometer 2026 von Post und Ipsos erfasst die Präferenzen von 1050 Personen in der Schweiz. Bei Marktplätzen nennen 77% günstigere Preise als Kaufgrund; Auswahl und Verfügbarkeit erreichen je 76%. Für die Produktsuche nutzen 30% der 16- bis 24-Jährigen TikTok. Bei der Zustellung ist die Online-Sendungsverfolgung für 75% wichtig.
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Bio-Betriebe dürfen mehr konventionelles Raufutter zukaufen
Ab 24. August 2026 dürfen Bio-Betriebe schweizweit bis zu 20 Prozent des Gesamtfutterbedarfs ihrer Raufutterverzehrer mit zugekauftem konventionellem Raufutter decken. Massgebend ist die Trockensubstanz. Innerhalb derselben Höchstmenge ist auch die Beweidung nicht-biologischer Flächen zulässig. Die vom Bundesamt für Landwirtschaft wegen der Trockenheit erlassene Ausnahme gilt für das Kalenderjahr 2026.
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Onlinehandel wächst stärker als der stationäre Handel
Für das erste Halbjahr 2026 rechnet die Swiss Retail Federation mit 1,2 % nominalem Umsatzwachstum im Schweizer Detailhandel. Die Auswertung von Debit- und Kreditkartentransaktionen deutet auf ein Plus von 3,0 % online und 1,0 % stationär hin. Im stationären Handel legen Lebensmittel um 3,8 % zu, während Non-Food um 3,3 % zurückgeht.
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Weinimportrechte sollen nach Inlandleistung verteilt werden
Der Bundesrat will die Importrechte im Wein-Zollkontingent künftig nach der Inlandleistung statt nach dem Prinzip «First come, first served» zuteilen. Ein Einführungstermin wird nicht genannt. Die Swiss Retail Federation lehnt die vorgeschlagene Änderung ab und erwartet höhere Preise für Importweine sowie zusätzliche Belastungen für Einkauf, Sortimentsplanung und Administration.
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Detailhandelsverband lehnt höhere Mehrwertsteuer ab
Die Swiss Retail Federation lehnt die geplanten Mehrwertsteuererhöhungen für zusätzliche Armeeausgaben und die AHV ab. Diskutiert werden 0,8 Prozentpunkte für die Armee und 0,5 bis 0,9 Prozentpunkte für die 13. AHV-Rente. Der Verband sieht insbesondere den stationären Detailhandel und den Lebensmittelhandel betroffen.